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Kunst, Kultur und Bildung über dem Maintal

Kloster Banz

Banz wird als das schönste Barockkloster Frankens bezeichnet und liegt in grandioser Lage über dem rechten Mainufer bei Lichtenfels. Heute gehört es zum Großteil der Hanns-Seidel-Stiftung und wird als Bildungsstätte genutzt.
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Kloster Banz - das schönste Barockkloster Frankens

 

Vorgeschichte und Gründung des Klosters
Im 9. Jahrhundert befand sich in der Nähe des späteren Klosters bereits eine Ringwallanlage. Ein Graf von Schweinfurt erbaute eine Burg an die Stelle des heutigen Klosters. Als schließlich 1057 Otto von Schwaben als letzter männlicher Vertreter dieses Geschlechts starb, erbte eine seiner fünf Töchter, Albarada, den Banzgau. Sie heiratete Graf Hermann von Habsberg-Kastl. Da die Söhne der beiden schon früh starben und die Tochter unstandesgemäß heiratete, beschlossen Albarada und ihr Mann die Burg in ein Benediktinerkloster umzuwandeln. Das Kloster und seine Ländereien wurden ein Teil des Fürstbistums Bamberg und nicht Würzburgs, zu dem der Raum kirchlich gehörte. Aufgrund dessen setzte auch der Bamberger Bischof die Äbte des Klosters bis 1114 ein, bevor die Besetzung des Amtes durch die übliche Wahl der Mönche erfolgte.

Wiederbelebung des Klosters durch den heiligen Otto von Bamberg
Im Laufe der Jahre verfiel das Kloster. Anfang des 12. Jahrhunderts kamen neue Mönche aus dem Bamberger Kloster Prüfening bei Regensburg nach Banz. Die Klostergebäude wurden erneuert und 1114 die Klosterkirche eingeweiht.

Grossansicht in neuem Fenster: Banz - innen -neuDer Bauernkrieg und seine Folgen
1525 wurde das Kloster durch Aufständische zerstört. Abt Alexander von Rotenhan (1529-1554) baute zwar das Kloster wieder auf, dennoch nahm die Zahl der Mönche im Laufe der Jahre immer mehr ab.

Der Dreißigjährige Krieg
Als der schwedische König den Abt während dem Dreißigjährigen Krieg gefangen nahm, war Banz herrenlos. Die Mönche flüchteten in Gegenden, die vom Krieg weniger betroffen waren. 1635 fand man ein geplündertes Kloster und ein entvölkertes Umland wieder. Der neue Abt Michael Stürzel konnte den Konvent wieder vergrößern und den Schaden an den Gebäuden und in der Kirche beheben. Folgende Äbte bauten das Kloster weiter aus.

Baugeschichte der barocken Klosteranlage
Nach Verwüstung im Dreißigjährigen Krieg (1633) dauerte es mehr als sechs Jahrzehnte, bevor in der nun einsetzenden Blütephase des Klosters ein grandioser Wiederaufbau erfolgte. Bedingt durch die lange Bauzeit von rund achtzig Jahren wirkten mehrere bedeutende Baumeister mit, darunter die Gebrüder Leonhard und Johann Dientzenhofer sowie Balthasar Neumann. Ebenso war die Staffelsteiner Baumeister“Dynastie” (König/Weber/Nissler) an Bauplanung und Ausführung beteiligt. Die 1719 geweihte Kirche mit ihrer hoch aufragen-den Doppelturmfassade und mit einzigartiger Gewölbekonstruktion gilt als das künstlerische Hauptwerk von Johann Dientzenhofer.

Die Säkularisation
Ende 1802 wurden die Fürstbistümer Bamberg und Würzburg aufgelöst. Die Gebiete gehörten nun zu Bayern. Am 24.10.1803 wurde das Kloster Banz wie alle bayerischen Abteien endgültig aufgelöst. Die Ländereien des Klosters fielen an Bayern. Die Bibliothek wurde nach Bamberg gebracht. 1814 kaufte Herzog Wilhelm in Bayern das ehemalige Kloster. Er nutzte Banz als seine Sommerresidenz. Zu diesem Zweck baute er den Abts- und Konventstrakt als Wohnraum um. Aus dieser Zeit stammt der Name “Schloss Banz”. Zudem baute er die erste Brücke über den Main bei Unnersdorf. Eine beliebte Attraktion war, neben der Natur die Petrefaktensammlung, die ein Beamter von Herzog Wilhelm gegründet hatte.

Das Schloss wird wieder zum Kloster
Von 1920 bis 1925 wurde das Schloss von Trappisten gepachtet, die im ersten Weltkrieg ausgewiesen worden waren. Die Mönche zogen aber bald um, da es ihnen nicht ruhig genug war, denn es kamen viele Besucher zum Kloster. Außerdem dient die Klosterkirche seit 1803 als Pfarrkirche und somit konnten die Mönche ihre Andachten meist nicht in Ruhe halten.

Verkauf des Klosters an die Gemeinschaft der heiligen Engel
1933 kaufte die Gemeinschaft der heiligen Engel, auch Angelicum genannt, die Klosteranlage. Diese Gemeinschaft kümmerte sich um Deutsche, die im Ausland lebten (Auslandsdeutschen-Mission). Die Gemeinschaft vermittelte eine fundierte Ausbildung, die aus Gymnasiumsbesuch, Noviziat und Philosophie- und Theologiestudium bestand. 1935 löste das Naziregime das Seminar auf. Um der Enteignung zu entgehen wandelte die Gemeinschaft das Kloster in ein Reservelazarett um, das bis 1945 Bestand hatte. Nach dem Ende des Krieges nahm man das Studienseminar nicht wieder auf.

Die Hanns-Seidel Stiftung
Nachdem die Gemeinschaft auf zwei Mönche und einige Laienbrüder zusammengeschrumpft war, verkaufte die Gemeinschaft das Kloster 1978 an die Hanns-Seidel-Stiftung. Die Stiftung nahm einige Umbauten vor. Somit verfügt nun die Anlage über 165 Betten, 11 Seminarräume, Rundfunk-, Fernseh-, Rhetorikstudios und über Freizeitanlagen, wie zum Beispiel ein Schwimmbad. Die Stiftung nutzt diese Räumlichkeiten als Tagungs-, Schulungs- und Begegnungsstätte. Wichtig ist das Zusammentreffen von Experten und Politikern und deren Austausch untereinander. Auch bemüht sich die Stiftung, einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten. Dabei hat die europäische Union natürlich eine Sonderstellung. Die Stiftung fördert aber auch das kulturelle Leben der Region mit den „Banzer Kulturtagen“, den „Kammerkonzerten auf Banz“ und dem berühmten Open-Air-Konzert „Songs an einem Sommerabend“.


Im prunkvollen Kaisersaal des Klosters Banz treten im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kammerkonzerte auf Kloster Banz" regelmäßig Ensembles der weltberühmten Bamberger Symphoniker auf.
Informationen und Karten über die
Tourist-Information Lichtenfels / Kur- & Tourismusservice Bad Staffelstein www.kammerkonzerte-banz.de

Oberfrankens größtes Open-Air-Musikfestival "Songs an einem Sommerabend" findet Anfang Juli statt und zieht seit 1987 alljährlich Tausende von Besuchern an. Karten und Informationen über
Tourist-Information Lichtenfels / Kur & Tourismus Service Bad Staffelstein
www.studio-fuer-veranstaltungen.com

Die Petrefaktensammlung gehört zu den ältesten paläontologischen Sammlungen in Bayern und dokumentiert die Lebensformen in der Zeit vor ca. 200 Millionen Jahren, als die Gegend um Banz noch von einem Meer bedeckt war. Daneben gibt es im Museum Kloster Banz noch die Orientalische Sammlung und interessantes über die Geschichte von Banz zu sehen.
Tel: 09573/33744
www.klosterbanz.de
April - Okt.:
Di - So: 10:00 - 17:00 Uhr
März + Nov: Di - So: 10:00 - 16:00 Uhr
Dez. - Febr. geschlossen (Gruppen nach Vereinbarung)
Führungen (ab 10 Personen) nach Vereinbarung.
Museumspädagogische Führungen f. Schulklassen und Kindergärten


Nach all diesen kulturellen Genüssen bietet sich die Klosterschänke auf Kloster Banz zur Stärkung an.
Tel: 09573/3315191
Täglich: 10:00 - 22:00 Uhr 
www.klosterschaenke-banz.de


Stifts- und Pfarrkirche Kloster Banz
Täglich 9:00 - 16:00/17:00 Uhr
(Nachmittags ist das Gitter geschlossen)
Führungen nach Voranmeldung unter Tel: 09573/7311 oder 5992
Gottesdienst: Sonntags 9:00 Uhr


Klosteranlage Banz
Öffentliche Führungen:
Im Zuge der öffentlichen Führung wird das Museum und die Klosteranlage gezeigt.

Dauer: ca. 1h 15 min.
Termine: Dienstag 10:00 Uhr*
Mittwoch 15:00 Uhr*
Donnerstag 14:00 Uhr*
Sonntag 14:00 Uhr*








*Wir können nicht gewährleisten, dass die genannten Führungen in jeder Woche stattfinden. Daher melden Sie sich bitte immer vorher unter 09573/337-0 oder 09573-337-744 an.
Die Termine der öffentlichen Führungen finden Sie auch monatlich unter www.klosterbanz.de veröffentlicht.

Gruppenführungen unter Tel: 09573/3370 oder 09573/337-744
www.klosterbanz.de


Anfahrt mit dem Auto:
Aus Richtung Bamberg auf A73 bis AS 14 Bad Staffelstein-Kurzentrum, ab hier Beschilderung Banz
Aus Richtung Erfurt/Suhl über A73 bis AS 12 Lichtenfels-Nord, ab hier Beschilderung Kloster Banz
Aus Richtung Kronach / Kulmbach über B173 / B189 bis Lichtenfels, weiter auf A73 bis AS 12 Lichtenfels-Nord oder AS 14 Bad Staffelstein-Kurzentrum, ab hier Beschilderung Kloster Banz

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